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Costa Concordia Unglück

Am 13. Januar 2012 machte das Kreuzfahrtschiff Costa Concordia Schlagzeilen. Im 100. Jahr nach dem Untergang der Titanic lief das italienische Schiff Costa Concordia vor der kleinen italienischen Insel Giglio im Mittelmeer auf Grund. Zwar sank die Costa Concordia nicht binnen Stunden wie die Titanic am 12. April 1912, Passagiere der aktuellen Havarie fühlten sich dennoch an die Katastrophe von vor 100 Jahren erinnert.

Zudem gab es, vorher fast undenkbar für die meisten Kreuzfahrttouristen, auch noch Todesopfer bei der Costa Concordia Havarie. Aktuell, knapp eine Woche nach dem das Schiff auf ein Riff auflief, sind es elf Todesopfer, einige Passagiere gelten aber weiterhin als vermisst.

Zwar gab es auf der Costa Concordia genug Platz auf den Rettungsbooten, eine der Errungenschaften der Titanic Konferenz von 1913, die Evakuierung des Kreuzfahrers soll aber einigermaßen chaotisch abgelaufen sein. So berichteten überlebende Passagiere, es habe keine Koordinierung der Rettungsmaßnahmen an Bord gegeben, die Besatzung kontert mit Vorwürfen über unvernünftige Passagiere, die die Einschiffung auf die Rettungsboote durch Fotografieren und Filmen gestört habe.

Die Costa Concordia lief am 13. Januar 2012 um 21.45 Uhr bei der Vorbeifahrt an der Insel Giglio auf ein Riff auf. Der Felsen Le Scole beschädigte das Kreuzfahrtschiff erheblich, ein 70 Meter langer Riss auf der Backbordseite soll die Folge gewesen sein. Die Concordia geriet schnell in Schlagseite. Zu diesem Zeitpunkt waren die meisten Passagiere noch beim Abendessen. Und während die Besatzung noch versuchte, die Passagiere zu beruhigen, es gäbe nur ein technisches Problem, lief bereits Wasser in das Passagierschiff.

Die Küstenwache wurde eine Dreiviertelstunde nach dem Unglück informiert, das die Concordia bereits voll Wasser lief, soll wohl zu diesem Zeitpunkt nicht Gegenstand der Meldung gewesen sein.

Fast die gesamte Besatzung und Passagiere konnten unverletzt von der Costa Concordia gerettet werden. Unter den Ersten, die das Schiff verließen, war wohl auch der Kapitän des Kreuzfahrtenschiffs. Kurz nach dem Unglück wurde der Kapitän auch verhaftet.

Allerdings gab es auch elf Todesopfer bei der Havarie. Und knapp zwei Dutzend Passagiere der Costa Concordia gelten weiterhin als Vermisst.

Am 12. April 1912 kam es zur Schiffskatastrophe der Titanic. Der Passagierdampfer kollidierte im Nordatlantik mit einem Eisberg und in nur knapp drei Stunden ging die als unsinkbar geltende Titanic in den eisigen Fluten des Meeres unter. Damals kamen knapp 1500 Menschen ums Leben, viele erfroren im eisigen Meer. Damals im April 1912 lag die Wassertemperatur des Atlantiks bei 0 Grad Celsius. Beim Unglück der Concorida am Freitag, dem 13. Januar 2012, waren es immerhin noch 14 Grad. Einige Passagiere des Kreuzfahrtenschiffs sprangen in Panik auch von Deck, einer, dieser, die sich versuchten rettend an das nahe gelegene Ufer zu retten, überlebte die Flucht durch das Wasser trotz 14 Grad wohl nicht, er erlitt einen Herzinfarkt.

Untergang der Titanic 100 Jahre nach dem Untergang der Titanic also wieder ein Unglück in der zivilen Schifffahrt.

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