Katastrophen

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Katastrophen: Dammbrüche

Staudämme sollen per Staumauer das Wasser zurückhalten und sammeln. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Begriff Staudamm auch für eine Talsperre genutzt. So ist beispielsweise der Drei-Schluchten-Damm in China kein Damm sondern eigentlich eine Staumauer und damit eine Talsperre. Der Drei-Schluchten-Damm zählt zu den größten Talsperren der Erde, die Stauanlage ist zudem Wasserkraftwerk, Schiffshebewerk und Schleusenanlage. Sein Bau kann durchaus als ökologische Katastrophe bezeichnet werden (hier in dieser Liste geht es allerdings um Dammbrüche). Die größte Talsperre der Welt staut das Wasser des Jangtsekiang. Gebaut wurde die Stauanlage zwischen 1993 bis 2008. Durch die Schaffung dieses Staudamms wurden 13 Städte überflutet, zwischen 1,3 und 2 Millionen Menschen mussten umgesiedelt werden.


Dammbrüche - Versagen eines Damms

Bei einem Dammbruch ergießen sich dann häufig ungeahnte Wassermassen auf die dahinter liegenden Gebiete. Die Überflutung steht meist am Ende einer Kettenreaktion, häufig beginnt der Dammbruch mit einer kleinen undichten Stelle.


Charakteristisch für einen Dammbruch ist, dass es zunächst nur eine kleine undichte Stelle gibt, die sich dann aber rasant vergrößert und immer mehr Wasser bzw. Schlamm über den Damm oder den Deich strömt und diesen Wall damit immer weiter zerstört. Aus der kleinen undichten Stelle entwickelt sich über eine Kettenreaktion dann häufig eine Katastrophe wenn der Damm am Ende versagt. Der Damm bricht ist dabei durchaus etwas ungenau, eigentlich versagt der Schutzwall, der das Wasser staut.

Gründe für ein Damm-Versagen

Eine Ursache für das Versagen eines Staudamms können auch Erdbeben sein. Aber auch Tiere können den menschlichen Bauwerken gefährlich werden, so können Bisamratten aber auch Biber und Kaninchen durch ihren Höhlenbau durchaus zur Gefahr für das Werk werden.

Wenn bemerkt wird, dass das versagen des Damms droht, wird häufig versucht, die sich anbahnende Kettenreaktion durch eine Verstärkung zu verhindern. Inzwischen gibt es auch Dammbruchprognosen, um vorab auf die Gefahr eines Dammbruchs vorbereitet zu sein. Zu diesen Dammbruchprognosen gehört auch eine Berechnung der Flutwelle und damit eine mögliche Abschätzung der Zerstörungskraft.

In dieser Liste werden Dammbrüche aber auch Deichbrüche aufgenommen.

ca. 3000 v. Chr.

Historiker gehen davon aus, dass in der Stadt Uruk (ca. 300 Kilometer südlich vom heutigen Bagdad, Irak) um 3000 v. Chr. eine Katastrophe durch einen Dammbruch stattgefunden hat. Hinweise sind, dass die Schriftaufzeichnungen zu dieser Zeit plötzlich enden. Dieses Ereignis könnte sich in den mesopotamischen Berichten über die Sintflut widerspiegeln.

ca. 2600 v. Chr.

Talsperre Sadd-el-Kafara (Ägypten), damals im Bau befindliche Talsperre, wird zerstört, eine Flutkatastrophe ist die Folge. 800 Jahre lang bauen die Ägypter dann keine Talsperren mehr. Die Überreste der Staumauer am östlichen Nilufers bei Helwan, 30 Kilometer südlich von Kario, können heute noch besichtigt werden. Wiederentdeckt wurden die Überreste 1885 von Georg Schweinfurth. Damit ist die Sadd-el-Kafara Talsperre die älteste noch teilweise erhaltene Talsperre der Welt.

572

Staudamm von Marib (im heutigen Jemen) bricht. Da danach die Reperatur unterlassen wird, versteppt das Kulturland hier schnell, die Stadt Marib wird endgültig aufgegeben. Ende des 20. Jahrhunderts wird drei Kilometer oberhalb des alten Damms ein neuer Stadudamm in Wadi Dhanah errichtet.

20.Februar 1305

Staumauer von Subiaco (Latium, Italien), die größte Talsperre der Römer, bricht. Die Überschwemmung zerstörte drei Seen und wahrscheinlich eine Villa des Kaisers Nero. Die Staumauer von Subiaco war unter Kaiser Claudius (41 bis 54) gebaut worden. Ursache für den Bruch der Staumauer soll die Entfernung von Steinen aus der Mauer durch zwei Mönche gewesen sein.

26.Dezember 1733

Die Talsperre Untere Schalker Teich im Oberharz bricht. Das zu Tal stürzende Wasser forderte neun Todesopfer in Schulenberg und den weiter abwärts im Okertal gelegenen Orten.

4.Februar 1783

Stausee Filzteich (Schneeberg, Sachsen), infolge anhaltenden Regen und der raschen Schneeschmelze kommt es zum Dammbruch. 18 Menschen sterben.

14.Mai 1799

Die in Bau befindliche Gasco-Talsperre (Presa de El Gasco) am Fluss Guadarrama bei Galapagar nahe Madrid in Spanien bricht. Zum Zeitpunkt des Unglücks war die Staumauer der Gasco-Talsperre 53 Meter hoch (geplant waren 93 Meter). Ursache für das Unglück war offenbar ein starkes Gewitter. Der Bau wurde danach aufgegeben, die Ruinen der Gasco-Talsperre sind heute noch vorhanden. Mit Hilfe der Talsperre sollte die Wasserversorgung eines 770 Kilometer langen Kanals sichergestellt werden, dieser Kanal, der Canal de Murcia war bis zum Atlantik geplant.

20.Februar 1799

Der Blackbrook-Staudamm bei Blackbrook und Shepshed in Leicestershire, Großbritannien bricht. Der Erddamm war zwischen 1892 und 1796/97 gebaut worden und war 28 Meter hoch, 160 Meter lang und hatte einen Stauinhalt von 0,2 Millionen Kubikmeter. Heftige Schneefälle und das folgende Tauwetter mit Regen führte zu Hochwasser. Der Staudamm war dem nicht gewachsen und brach. Innerhalb von nur elf Minuten lief das Reservoir leer. Zwar wurde der Blackbrook-Staudamm wieder aufgebaut, 1804 dann aber doch aufgegeben. 1906 wurde erneut ein Damm an dieser Stelle gebaut.

30.April 1802

Die Talsperre von Puentes, nördlich von Lorca, in Spanien bricht und verursacht das größte Desaster der spanischen Wasserbau-Geschichte mit 608 Toten. Die Talsperre von Puentes hatte ein Fassungsvermögen von 13 Millionen Kubikmeter und war zu der Zeit die größte Talsperre der Welt. Lange Zeit war die Talsperre mangels genügend Regen nicht ausgefüllt. Als es dann im Jahre 1802 zu heftigen Regenfällen kam, erwies sich die Pfahlgründung auf der die Staumauer erbaut wurde, als instabil, sie wurde weggespült.

5.Februar 1852

Der Bilberry-Staudamm in England bricht und verursacht die Holmfirth Flood mit mindestens 80 Toten. Ursache für das Unglück war Hochwasser nach tagelangen starken Regenfällen. Heute befindet sich etwas weiter unterhalb das 1954 gebaute Digley-Reservoir.

11.März 1864

Eine Flutwelle beim Bruch des Dale-Dyke-Staudamms bei Sheffield in England fordert etwa 270 Todesopfer.

11.März 1864

Der Dale-Dyke-Staudamm bei Sheffield in England bricht. Die Flutwelle verwüstet Sheffield teilweise. 250 bis 270 Todesopfer. Die Flut wird auch die Große Flut von Sheffield oder Große Überschwemmung genannt.

11.März 1868

In Japan bricht die Talsperre des Stausees Irukaike. Bei der Katastrophe kommen mehr als 1000 Menschen zu Tode.

25.Mai 1872

Bei Pilsen (Tschechien) bricht die Staumauer des Mlatzer Teich.

16.Mai 1874

Die Mill-River-Talsperre (Mill River Dam, Williamsburg Dam) bei Willimasburg in Massachusetts (USA) versagt. Ursache für den Dammbruch war Sickerwasser, das Material aus dem Damm ausspülte. Der Staumeister George Cheney beobachtete den Dammbruch und konnte zu Pferde reitend noch zahlreiche Unterlieger warnen. Es gab aber bis zu 200 Todesopfern.

15.Dezember 1881

Die Staumauer El Habra bei Perrégaux (Provinz Mascara) in Algerien bricht; bei dieser Talsperren-Katastrophe gab es bis zu 250 Todesopfer. Ursache für das Unglück war ein ungewöhnlich starkes Unwetter. Die Staumauer wurde zwischen 1883 bis 1885 wieder aufgebaut, 1927 dann aber doch aufgegeben.

15.Februar 1883

Dammbruch in Kuala Kubu (Malaysia). Mindestens 25 Tote. Die Stadt Kuala Kubu wird zerstört und danach auf einem Hügel als Kuala Kubu Baru wieder aufgebaut. Unterhalb der alten Talsperre wurde vor wenigen Jahren eine neue Talsperre, die Selangor-Talsperre erbaut.

6.November 1888

Um die erste elektrisch betriebene Bahn in der Schweiz, die Straßenbahn Vevey-Montreux-Chillon-Villeneuve mit Strom zu versorgen, wurde in Sonzier ein Wasserreservoir errichtet. Noch im gleichen Jahr brach die Staumauer, bei der Flutwelle kamen bis zu 13 Menschen ums Leben.

31.Mai 1889

Nach einem Dammbruch der South-Fork-Talsperre bei Johnstown in den USA sterben mehr als 2.200 Menschen. Nach heftigen, mehrere Tage andauenden Regenfällen versagte der Staudamm. 20 Millionen Kubikmeter Wasser rasten 23 Kilometer talabwärts und verursachten in Johnstown eine verheerende Flut. Es war die erste Katastrophe, bei der das Amerikanische Rote Kreuz unter der Leitung von Clara Barton eingesetzt wurde. Hilfe für die Opfer kam aus den ganzen Vereinigten Staaten und aus 18 ausländischen Staaten. Es war eine der größten Katastrophen in der amerikanischen Geschichte.

22.Februar 1890

Walnut-Grove-Staudamm in Arizona, USA, bricht. Durch die Flutwelle kommen zwischen 50 und 150 Menschen um. Der Staudamm war erst zwei Jahre alt gewesen. Ursache für den Bruch des Staudamms waren drei Tage lang anhaltende starke Niederschläge in den Bradshaw Mountains.

27.April 1895

Die Staumauer von Bouzey (Frankreich) versagt. Die Katastrophe hat zwischen 86 und 200 Todesopfer zur Folge. Bei einem Hochwasser kam es wohl zur Vollauslastung der Talsperre. Die Mauer kappte auf einer Länge von 171 Metern und auf einer Höhe von zwölf Metern ein Stück um. Durch die Katastrophe wurde das Dorf Sanchey völlig zerstört. Die Staumauer wurde wieder aufgebaut, der Stausee dient nach wie vor der Versorgung des Canal des Vosges. Ein Erdbeben im Jahre 2003 richtete zwar Schäden an, die Mauer hielt jedoch.

30.September 1911

Die Austin-Talsperre (Austin Damm, auch Bayless Dam) bricht und führt zu der bis dahin zweitgrößten Flutkatastrophe (nach der South Fork-Katastrophe im Jahre 1889) in Pennsylvania, USA mit 78 Toten. Die Talsperre war erst 1909 fertig gestellt worden. Die Ruinen der Staumauer sind heute nördlich von Austin westlich der Route 872 über eine Schotterpiste zu erreichen und zu besichtigen.

27.Januar 1916

Die Talsperren Lower Otay und Sweetwater bei San Diego in Kalifornien brechen nach längeren starken Regenfällen. Die Zahl der Todesopfer beträgt zwischen 12 und 50 bzw. 21. Offenbar hatte es vor dem Unglück in dieser Region so lange nicht geregnet, dass die Stadtverwaltung von San Diego auf die Hilfe des Regenmachers Charles Hatfield zurückgriff, um diesen gegen Zahlung von 10.000 US-Dollar Regen erzeugen zu lassen. Sein Honorar erhielt der Regenmacher allerdings nicht. An der Stelle der Lower-Otay-Talsperre wurde zwei Jahre später dann eine neue Talsperre gebaut, die Savage-Talsperre (Savage Dam).

18.September 1916

Bruch der Talsperre an der Weißen Desse (heute bekannt als Gebrochene Talsperre) im Isergebirge (Tschechien), dabei sterben 62 Menschen. An das Unglück erinnert heute eine Gedenktafel aus dem Jahr 1937.

1.Dezember 1923

Die Gleno-Talsperre (Diga del Gleno) im Valle di Scalve in Bergamo/Italien bricht; bei der Katastrophe sterben bis zu 600 Menschen. Das Zentrum der Ortschaft Bueggio wurde zerstört. Die Flutwelle ergoss sich schließlich in den Iseo-See. Die Staumauer wurde nicht wiederaufgebaut, die Ruinen der Staumauern sind heute noch zu sehen.

2.November 1925

Die beiden Talsperren Eigiau und Coedty bei Dolgarrog in Wales brechen nacheinander in einem Kaskadenbruch. Es gibt durch die Flutwelle wahrscheinlich 16 Tote. Offenbar waren Baumängel die Ursache für die Katastrophe gewesen. Das nicht mehr Opfer zu beklagen waren, lag unter anderem daran, dass sich die meisten Bewohner zu Zeit des Unglücks bei einer Filmvorführung befanden.

12.März 1928

Die Staumauer der St.-Francis-Talsperre in der Nähe von Los Angeles bricht: ca. 400 bis 500 Tote, darunter auch 42 Kinder einer Grundschule. Kurz vor dem Bruch war der Ingenieur der Staumauer, William Mulholland noch zugegen gewesen, um Risse und Brüche in der Mauer zu begutachten, er hielt diese aber für nicht bedeutsam, die St.-Francis-Talsperre weiter für sicher. Noch 1992 wurde ein Todesopfer der Flutwelle tief im Boden gefunden. William Mulholland musste sich vor Gericht verantworten.

4.April 1929

Die Briseis-Talsperre (Briseis dam, auch: Cascade Dam) auf Tasmanien in Australien versagt nach schweren Regenfällen. Die daraus entstehende Flutwelle verwüstet die Stadt Derby, wobei ca. 14 Menschen ums Leben kommen.

17.Mai 1943

Bei britischen Bombenangriffen (Operation Chastise/Züchtigung) auf mehrere Talsperren im Sauerland werden die Edertalsperre und die Möhnetalsperre zerstört. Die Flutwelle ergoss sich über die Möhne bis weit ins ruhrtal. Es gibt über 1600 Todesopfer. Alleine 1200 Menschen sterben in einem nahe gelegenen Kriegsgefangenenlager. Ein Mahnmal am früheren Kloster Himmelpforten erinnert heute an die Todesopfer des Lagers. Der Angriff auf die Staumauer wurde 1954 in dem britischen Spielfilm Mai '43 – Die Zerstörung der Talsperren (The Dam Busters) von Michael Anderson nachgezeichnet.

9.Januar 1959

Die Talsperre Vega de Tera bei Rivadelgado (Ribadelago) in der Provinz Zamora, Kastilien-Leon, bricht. Dabei starben 140 bis 145 Menschen. Die Staumauer war erst drei Jahre zuvor eingeweiht worden. Der Schadensfall führte zu einer Überarbeitung der Talsperren-Vorschriften in Spanien. Trotzdem brach 1982 die Tous-Talsperre bei Valencia.

2.Dezember 1959

Die Staumauer von Malpasset bei Fréjus an der Cote d’Azur in Südfrankreich bricht zusammen. Die Flutwelle tötet um 420 Menschen. Da die Flutwelle im Mittelmeer endete, konnten wohl auch nicht alle Opfer der Staumauer-Katastrophe gefunden werden.

25.März 1960

Der L’Oros-Staudamm (Orosdamm) bei Fortaleza im Bundesstaat Ceará, Nordost-Brasilien bricht vor seiner Fertigstellung und verursachte eine Flutwelle, die rund 1000 Todesopfer fordert. Die Katastrophe geschah bei Hochwasser infolge von unerwartet starken Regenfällen. Der Damm wurde überflutet und weggespült. Da der Bruch des Staudamms sich ankündigte, konnten sich große Teile der Bevölkerung in Sicherheit bringen, ansonsten hätte es wohl mehrere Tausend Todesopfer gegeben.

9.Oktober 1963

Die Katastrophe von Longarone, bzw. Katastrophe von Vajont, (Italien). Das Aufstauen des Stausees Vaiont führt dazu, dass das Wasser den Berg Toc zum Rutschen bringt. 260 Millionen Kubikmeter Dolomiten-Gestein stürzen in den Stausee. Eine riesige Flutwelle überschwemmt zwei Dörfer, die Staumauer und anschließend die Stadt Longarone. Ca. 2.100 bis zu 3000 Menschen sterben

29.November 1967

Der Sempor-Staudamm (Sempor Dam) bei Kebumen in der gleichnamigen Provinz auf Java (Indonesien) bricht in seiner Bauzeit; durch die Flutwelle kommen 160 bis 200 Menschen um. Die Katastrophe geschah durch Überflutung bei Hochwasser und darauf folgendes Bauwerksversagen. Der Staudamm wurde nach der Katastrophe weiter gebaut und 1978 fertig gestellt.

4.Januar 1970

Die Frías-Talsperre (Dique Frías, auch Mendoza-Talsperre)) in Argentinien, Provinz Mendoza, versagt. Durch die Flutwelle kommen bis zu 100 Menschen ums Leben.

9.Juni 1972

Der Damm des Canyon Lake in Rapid City (USA) bricht und verursachte eine Flutwelle, bekannt als Rapid Creek Flood von 1972. 238 Menschen sterben, 3057 Menschen gelten dazu als vermisst. 1335 Häuser werden zerstört, dazu kommen 5000 Autos, die durch die Flutwelle beschädigt werden.

26.Februar 1972

Der Buffalo-Creek-Dammbruch in West Virginia, USA, verursacht bis zu 125 Todesopfer. Mehrtägige starke Regenfälle hatten den Damm aufgeweicht. Als der Damm brach stürzen mehrere hunderttausend Kubikmeter Schlammwasser die Buffalo Creek Schlucht hinab. Diese Flut gilt als die größte Katastrophe in der amerikanischen Minengeschichte.

8.August 1975

In der Volksrepublik China brechen 62 Staudämme, einschließlich des Banqiao-Staudammes. 231.000 Menschen sterben. Ursache war der außergewöhnlich starke Taifun Nina.

6.November 1977

Der Kelly-Barnes-Staudamm bei Toccoa in Georgia (USA) bricht; durch die Flutwelle kommen 39 Menschen zu Tode. Vermutlich waren starke Regenfälle Ursache des Versagens des Staudamms. Die Talsperre bei Toccoa wurde nicht wieder aufgebaut.

20.Oktober 1982

In Tous bei Valencia bricht ein Staudamm. 20 oder mehr Menschen sterben. Die Tous-Talsperre liegt 45 Kilometer südwestlich von Valencia (Spanien). Extreme Niederschläge hatten die Talsperre überströmt, daraufhin brach der Staudamm. Im Januar 1990 begannen die Arbeiten für eine neue Tous-Talsperre, die ein zentrales Projekt für den Hochwasserschutz am Júcar ist. Der Steinschütt-Staudamm hat einen Lehmkern. Er wurde an dem Ort der alten Talsperre errichtet.

15.Juli 1982

Der Lawn-Lake-Staudamm in den Rocky Mountains in Colorado, USA versagt. Durch die Flutwelle sterben drei Menschen und es gibt einen Sachschaden von 21 bis 31 Mio. US Dollar.

20.April 1986

Der Damm der Kantale-Talsperre auf Sri Lanka bricht. Die Flutwelle überflutet Dutzende Dörfer; es gibt bis zu 178 Tote.

7.August 1994

Der Tirlyan-Staudamm in Baschkirien, Region Beloretsk im Südural in Russland bricht. Es gibt bis zu 37 Tote

30.Januar 2000

Dammbruch einer Absetzanlage in Baia Mare (Rumänien), der eine schwere Umweltkatastrophe zur Folge hat. In der Absetzanlage waren metallurgische Abfälle enthalten. Durch den Dammbruch wurden Natriumcyanid und Schwermetalle frei gesetzt. Baia Mare gehört durch den Baia-Mare-Dammbruch zu den stark versuchten Städten der Welt.

20.Dezember 2000

In einer Schlammlawine, ausgelöst durch den Bruch eines Druckstollens des Speicherkraftwerkes Lac des Dix (Kanton Wallis, Schweiz) finden 3 Menschen den Tod.

4.Juni 2002

Die Zeyzoun-Talsperre (auch Zezoun) in Syrien bricht. Durch die Flutwelle gibt es bis zu 100 Todesopfer. Vor der Katastrophe waren an der Talsperre Risse entdeckt worden, dadurch konnte die Bevölkerung gewarnt werden und flussabwärts gelegene Dörfer wurden teilweise evakuiert.

10.Februar 2005

Zwischen 140 und 500 Todesopfer sind bei einem Staudammbruch aufgrund tagelanger Regenfälle im pakistanischen Shadi Kor zu beklagen. Der Shadi-Kor-Staudamm (auch Shakidor) war erst 2003 fertig gestellt worden. Vier Stunden nach dem Dammbruch erreichte die Flutwelle Pasni, auf dem Weg dorthin wurden bereits viele kleinere Dörfer überflutet.

14.März 2006

Kaloko-Dammbruch auf Hawaii (USA). Nach tagelangen Regenfällen bricht der Damm und verursacht eine Flutwelle, wahrscheinlich kamen sieben Menschen ums Leben.

30.September 2006

Gusau-Dammbruch in Nigeria. Bei dem Unglück sterben 40 Menschen, 500 Häuser wurden zerstört, etwa 1000 Menschen wurden obdachlos. Die Ursache des Dammbruchs waren Verschlüsse, die nicht funktionierten und sich nicht öffnen ließen, weswegen der Staudamm überströmt wurde.

27.März 2009

Situ-Gingtung-Unglück in Jakarta (Indonesien), mindestens 93 Todesopfer.

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