Katastrophen

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Flugzeugkatastrophen

Erstes Todesopfer der motorisierten Luftfahrt

Das erste Todesopfer der motorisierten Luftfahrt war im Jahre 1908 der US-Amerikaner Thomas E. Selfridge (1882-1908, gestorben in Fort Myer, Virgina). Der US-amerikanische Offizier startete am 17. September 1908 an Bord einer zweisitzigen Flyer A an der Seite von Orville Wright in die Luft. Vier Platzrunden dauerte der Unglücksflug, dann brach der Propeller des Fliegers und das Flugzeug stürzte aus etwa 25 Metern Höhe zurück auf den Boden. Orville Wright überstand den ersten Flugzeugabsturz mit Todesopfer mit Knochenbrüchen, Thomas E. Selfridge hatte nicht so viel Glück. Der US-Amerikaner verstarb nur wenige Stunden nach diesem Unglück an seinen schweren Schädelverletzungen.
Thomas E. Selfridge hat damit die unschöne Ehre, das erste Todesopfer der Motor-Luftfahrt zu sein. Heute ist ein Flugfeld der US-Army nach ihm benannt.

Ursachen für Flugzeugabstürze

Die häufigste Ursache für einen Flugzeugabsturz bleibt der menschliche Fehler. Sei es das dieser Fehler von einem Piloten gemacht wird oder von einem Fluglotsen oder Wartungspersonal.

Häufigkeit einer solchen Katastrophe

Gemessen am weltweit sehr hohen, kontinuierlich zunehmenden Flugaufkommen und einer Transportleistung allein im Passagierbereich von mehr als zwei Milliarden Menschen pro Jahr sind Flugzeugabstürze im Bereich der zivilen Luftfahrt äußerst seltene Ereignisse. Weltweit sterben durchschnittlich etwa 500 Menschen bei schweren Flugzeugunglücken.

Das schwerste Flugzeugunglück in der Geschichte ist die Flugzeugkatastrophe von Teneriffa im Jahre 1977. Auf der Kanareninsel kommt es zu einer Verkettung unglücklicher Umstände. Am Ende kollidiert dabei eine Boeing 747-200 der KLM mit einer Boeing 747-100 der Pan Am. 583 Menschen verlieren bei diesem Unglück ihr Leben.


Chronologische Auflistung von Katastrophen in der Luftfahrt. Flugzeugabstürze in der Geschichte.

Liste von Flugzeugkatastrophen

9.August 1896

Otto Lilienthal stürzt mit einem Normalsegelapparat in den Rhinower Bergen ab und stirbt am nächsten Tag in Berlin.

28.Juli 1945

Ein Bomber der US Air Force fliegt in New York City (USA) in das Empire State Building. Der Bomber kollidierte zwischen dem 78. und 79. Stockwerk mit dem Gebäude. (Flugzeugkollision mit dem Empire State Building). Bei dem Unglück kommen 13 Menschen um.

8.November 1957

Eine Boeing 377 Starcruiser der PanAm stürzte auf dem planmäßigen Flug San Francisco nach Honolulu, Hawaii ungefähr 1.600 Kilometer vor ihrem Bestimmungsort in den Pazifik ab. Rettungskräfte erreichten die Unfallstelle vier Tage später. Alle 44 Menschen an Bord starben.

31.Januar 1958

Eine Boeing B-47 der USAF mit einer Atombombe an Bord stürzt nach dem Start auf dem Militärstützpunkt Sidi Slimane etwa 90 Kilometer nordöstlich von Rabat (Marokko) ab und brennt etwa sieben Stunden lang aus. Es kommt zu keiner Nuklearexplosion, jedoch wird das Gebiet weiträumig durch Alphastrahler verseucht, so dass die Bevölkerung in der Umgebung evakuiert werden musste.

6.Februar 1958

Der Flug 609 von Belgrad nach Manchester der BEA (British European Airways) verunglückt beim Start nach einer Zwischenlandung auf dem Flughafen München-Riem. Die Airspeed AS.57 Ambassador konnte wegen widriger Wetterbedingungen keine Höhe gewinnen, streifte ein Haus am Rand des Flughafens und stürzte ab. 23 von 44 Passagieren kamen ums Leben, darunter acht Spieler von Manchester United, die Bewohner des Hauses überstanden den Crash unverletzt. (British-European-Airways-Flug 609)

14.August 1958

Eine Super Constellation der holländischen KLM stürzte westlich von Irland in den Atlantik. Alle 99 Menschen an Bord starben.

11.Januar 1959

Eine Lockheed Constellation der deutschen Lufthansa, auf einem planmäßigen Flug aus Hamburg, Deutschland kommend, stürzte beim Landeanflug auf Rio de Janeiro (Brasilien) wegen schlechter Sicht und heftigem Regen kurz vor der Küste ins Meer. 36 Menschen starben, drei der Insassen konnten gerettet werden.

17.Dezember 1960

Eine zweimotorige Convair C-131D Samaritan hatte kurz nach dem Start von Münchens Flughafen Riem ein Motorenproblem. Sie streifte den Kirchturm von St. Paul an der Theresienwiese und stürzte auf eine belebte Straße. Der austretende Treibstoff setzte eine Straßenbahn in Brand. Alle 20 Personen an Bord starben, ebenso 32 Passagiere der Straßenbahn. (Flugzeugunglück am 17. Dezember 1960 in München)

7.Dezember 1965

Eine DC-3 der Spantax kollidierte aus ungeklärten Gründen mit einem Berg auf Teneriffa (Spanien). Alle 32 Insassen kamen ums Leben.

11.November 1965

In Salt Lake City, Utah, USA, musste eine Boeing 727 notlanden. 91 Menschen überlebten die Notlandung. Trotzdem starben 43 Menschen durch Rauch und Feuer, weil sie nicht schnell genug das Flugzeug verlassen konnten. 48 Menschen wurden gerettet.u

17.Januar 1966

Ein B-52-Bomber der US-Luftwaffe mit vier Atombomben stürzte in der Nähe von Palomares (Spanien) ab, nachdem die Maschine beim Auftanken in der Luft mit einem Tankflugzeug zusammengestoßen war. Eine der vier Atombomben an Bord fiel ins Mittelmeer, die anderen stürzten aufs Festland und kontaminierten 220 Hektar Felder. Die Atombombe konnte aus dem Mittelmeer geborgen werden.

24.Januar 1966

Eine Boeing 707 der Air India auf dem Weg von Bombay nach New York zerschellte etwa 500 Meter unterhalb des Mont Blanc Gipfels in der Schweiz mit 106 Passagieren und 11 Besatzungsmitgliedern.

28.Januar 1966

Eine Convair CV-440 der deutschen Lufthansa verunglückte beim Landeanflug am Flughafen Bremen wegen Schlechtwetter und geringer Sichtweite. Alle 46 Menschen an Bord starben, darunter auch Ada Tschechowa, die Mutter von Vera Tschechowa, sowie die italienische Schwimmnationalmannschaft. (Lufthansa-Flug 005).

20.April 1968

Absturz einer südafrikanischen Verkehrsmaschine bei Windhoek in Namibia. 129 Todesopfer.

3.Juli 1970

Eine britische Comet der Dan-Air stürzte bei Barcelona (Spanien) ins Mittelmeer. Körper oder Wrackteile wurden nie gefunden. Alle 112 Personen an Bord sind verschwunden und wahrscheinlich tot.

7.Januar 1972

Eine Caravelle der Iberia prallt auf dem Weg von Valencia nach Ibiza (Spanien) wenige Kilometer vor dem Flughafen im Nebel gegen einen Berg. Alle 104 Menschen an Bord sterben. Als Ursache wird ein defekter Höhenmesser vermutet.

3.Dezember 1972

Eine Convair 990 Coronado der Spantax, Zulassung EC-BZR, verunglückte beim Start auf der Kanareninsel Teneriffa (Spanien). 155 Tote, davon 144 Deutsche. Erster Einsatz der Identifizierungskommission des BKA (Bundeskriminalamts). Schwerstes Unglück einer CV 990 überhaupt.

5.März 1973

In der Luft kollidierten eine DC-9-32 der Iberia und eine Convair 990 Coronado der Spantax nahe der französischen Stadt Nantes. Während die Spantax-Maschine beschädigt notlanden konnte und alle Passagiere überlebten, starben alle 68 Insassen der Iberia-Maschine.

3.März 1974

Kurz nach dem Start von dem Flughafen Orly (Paris, Frankreich) verunglückt eine McDonnell Douglas DC-10 der Turkish Airlines. 346 Tote. Vermutlich führte eine nicht sachgemäß verschlossene Frachttür zu dem Absturz. Die Tür öffnete sich im Flug. Der plötzlich entstandene Unterdruck in der Kabine riss zunächst 6 Passagiere ins Freie. Auch Teile der Flugzeugstruktur wurden beschädigt, was zu einem Ausfall des Triebwerks Nr. 2 und Teilen der Steuerung führte. Die DC-10 war nicht mehr kontrollierbar und stürzte ab.

27.März 1977

Bei der Flugzeugkatastrophe von Teneriffa stieß ein PanAm-Jumbo mit einem KLM-Jumbo zusammen. 583 Menschen starben. 61 konnten gerettet werden. Dieser größte Unfall der zivilen Luftfahrt ereignete sich auf der Startbahn des Flughafens Los Rodeos von Santa Cruz de Tenerife, als bei dichtem Nebel ein KLM-Jumbo ohne Startfreigabe startete und in einen Pan-Am-Jumbo raste, der sich noch auf der Startbahn befand.

19.November 1977

Eine Boeing 727-200 der TAP Portugal zerschellte beim Landeanflug auf Funchal (Madeira, Portugal). Die aus Brüssel kommende Maschine kam auf der damals nur mit Spezialausbildung benutzbaren, sehr kurzen Landebahn nicht rechtzeitig zum Stehen und rutschte einen Abgrund hinunter. 131 der 164 Menschen an Bord fanden den Tod.

4.Dezember 1977

Explosion einer Boeing 737 der Malaysia Airlines während die Maschine entführt wurde. Alle 100 Menschen an Bord starben.

25.Mai 1979

Beim Abheben vom O'Hare International Airport (Chicago, USA) bricht das linke Triebwerk einer McDonnell Douglas DC-10-10 ab. Dabei wird die Hydraulik zur Steuerung der linken Vorflügel beschädigt, so dass diese vom Fahrtwind zurück in ihre Ausgangsstellung gedrückt werden. Infolgedessen tritt ein Strömungsabriss an der linken Tragfläche ein, der zum Absturz der Maschine führt. Alle 271 Insassen sowie zwei Menschen am Boden sterben bei dem Unglück. (American-Airlines-Flug 191)

25.April 1980

Eine Boeing 727 der britischen Dan Air Services prallte während des Landeanflugs auf der Kanareninsel Teneriffa (Spanien) gegen einen Berg. Alle 146 Menschen starben.

27.Juni 1980

Absturz einer Douglas DC-9 der Itavia ins Mittelmeer bei Ustica in Italien. Es wurde ermittelt, dass die Maschine in einen Luftkampf zwischen libyschen und NATO-Kampfflugzeugen geriet und dabei irrtümlich abgeschossen wurde. Alle 81 Insassen kamen ums Leben. (Itavia-Flug 870)

19.August 1980

Saudi-Arabian-Flug 163: 301 Todesopfer. Ein Feuer im Frachtraum einer Lockheed L-1011-200 TriStar greift auf das Passagierdeck über. Nach einer erfolgreichen Notlandung auf dem Flughafen Riad wird das Flugzeug nicht schnell genug evakuiert. Alle 301 Insassen sterben infolge von Sauerstoffmangel und Rauchvergiftung.

13.September 1982

Beim Abbruch eines Starts in Malaga (Spanien) stürzte eine DC-10-30 der Spantax ab. 50 der 393 Insassen kamen ums Leben.

13.Januar 1982

Eine Boeing 737 der Air Florida streifte während des Starts in Washington D.C. (USA) eine Brücke über den Potomac River und stürzte in den Fluss. 74 der 79 Passagiere sowie vier Autoinsassen starben

23.Juli 1983

Dem Air Canada Flug 143 (C-GAUN), einer Boeing 767-200 ging während des Fluges von Montreal nach Edmonton auf halbem Weg in 40.000 Fuß der Treibstoff aus. Anfangs hoffte man noch bis Winnipeg gleiten zu können, was sich dann als nicht machbar erwies. Den Piloten gelang eine sichere Notlandung im Gleitflug (1:12; 5.000 Fuß Sinken auf 10 NM) auf dem Gimli Industrial Park Airport (ehemals: Gimli, Manitoba – Airbase). Die Umrechnung der Treibstoffmenge von Liter in Pfund war fehlerhaft gewesen. Alle 69 Passagiere und Besatzungsmitglieder haben diesen Notfall unverletzt überlebt. (Gimli Glider, Gimli Segelflugzeug).

27.November 1983

Eine Boeing 747 der Avianca stürzte in der Nähe des Flughafens von Madrid ab. 181 Menschen starben, 11 wurden gerettet.

7.Dezember 1983

Kollision einer Douglas DC-9 der spanischen Fluggesellschaft Aviaco und einer Boeing 727 der spanischen Iberia bei dichtem Nebel in Madrid (Spanien). Alle 42 Personen an Bord der DC-9 und 51 Personen der 727 starben dabei. 42 Personen konnten gerettet werden, 30 von ihnen mit schweren Verletzungen.

19.Februar 1985

Eine Boeing 727 der spanischen Luftfahrtgesellschaft Iberia, Flug 610, streifte wegen eines Pilotenfehler im Landeanflug auf den Flughafen Bilbao (Baskenland, Spanien) eine Antennenkonstruktion auf dem 3356 Fuß hohen Berg Oiz. Die linke Tragfläche wurde abgerissen und das Flugzeug stürzte ab. Alle 148 Insassen kamen ums Leben.

23.Juni 1985

Eine Boeing 747 der indischen Luftfahrtgesellschaft Air India stürzt nach einer Bombenexplosion vor Irland in den Atlantik, 329 Tote. Das Flugzeug war von Montreal unterwegs nach London-Heathrow gewesen.

12.August 1985

Japan-Airlines-Flug 123 stürzt ab, nachdem das Seitenruder abgerissen war. Ursache war eine fehlerhafte Wartung sieben Jahre zuvor. An Bord der Boeing 747 sterben 520 Menschen, es ist bis heute der schwerste Einzelflugunfall in der Geschichte der Luftfahrt.

25.Dezember 1986

Eine Boeing 737 der Iraqi Airways mit einer Schießerei an Bord zwischen Entführern und Sicherheitspersonal versuchte eine Notlandung in Saudi Arabien. 71 Menschen starben, 36 konnten gerettet werden.

21.Dezember 1988

Aufgrund einer Bombenexplosion an Bord des Fluges Pan-American-Flug 103 stürzte die Boeing 747 über Lockerbie/Schottland ab. Alle 259 Menschen an Bord sowie 11 Einwohner von Lockerbie verloren ihr Leben. Erst am 16. August 2003 übernahm Libyen die Verantwortung für diesen Terroranschlag und zahlte 2,7 Milliarden Dollar an die Hinterbliebenen.

28.August 1988

Flugtagunglück in Ramstein, Deutschland. 3 Düsenflugzeuge der italienischen Kunstflugstaffel Frecce Tricolori stießen bei einer Flugshow auf dem Stützpunkt Ramstein zusammen und stürzten in die Zuschauermenge. Von den 350.000 Zuschauern starben 71 Menschen, ca. 450 werden zum Teil schwerstverletzt.

3.Juli 1988

Ein Airbus A300B2-203 (Iran-Air-Flug 655) wird auf dem Flug von Teheran nach Dubai durch das US-amerikanische Kriegsschiff USS Vincennes (CG-49) abgeschossen. 290 Todesopfer.

26.Mai 1991

Bei einer Boeing 767 der Lauda Air schaltete sich nach Start in Bangkok, Thailand durch einen Systemfehler im Steigflug die Schubumkehr beim linken Triebwerk ein. Dadurch stürzte die Maschine nahe Bangkok ab. Es kamen 213 Passagiere und 10 Crewmitglieder ums Leben. (Lauda-Air-Flug 004).

21.Dezember 1992

Eine in Amsterdam, Niederlande gestartete McDonnell Douglas DC-10 der Martinair verunglückte während der Landung auf dem Flughafen Faro in Portugal im Unwetter. 56 Menschen starben, 284 überlebten.

12.November 1996

Flugzeugkollision über Charkhi Dadri: 349 Todesopfer. Eine in Neu-Delhi gestartete Boeing 747-100 der Saudi Arabian Airlines und eine Iljuschin Il-76 der Air Kazakhstan kollidieren in der Luft über Charkhi Dadri (Haryana, Indien), nachdem die kasachische Maschine ihre zugewiesene Flughöhe verlassen hatte.

17.Juli 1996

Kurz nach dem Start in New York City explodierte die Boeing 747 des TWA-Fluges 800 mit Ziel Paris in gut vier Kilometer Höhe. Höchstwahrscheinlich hatte ein Kurzschluss das Gas-Luftgemisch eines Flügeltanks entzündet. Alle 230 Menschen an Bord kamen ums Leben. Schon kurz nach der Katastrophe meldeten sich vermeintliche Augenzeugen und behaupteten, ein glühendes Objekt das Flugzeug treffen gesehen zu haben. Dies ist jedoch bis heute nicht bewiesen, da keine Videoaufnahmen bestehen. (Trans-World-Airlines-Flug 800)

9.Januar 1996

Flugzeugkatastrophe von Kinshasa (Demokratische Republik Kongo): vermutlich 299 Todesopfer. Eine überladene Antonow An-32 der Air Africa rast nach einem Fehlstart in einen angrenzenden Marktplatz. Mindestens 297 Marktbesucher sowie zwei Besatzungsmitglieder kommen ums Leben.

3.Februar 1998

Die Seilbahn von Cavalese (Italien) wird erneut zum Unglücksort. Ein US-amerikanisches Kampfflugzeug vom Typ EA-6 Prowler durchtrennt im Tiefflug mit über 800 Stundenkilometern das Tragseil der Seilbahn 110 Meter über dem Boden. Die daran hängende Gondel stürzt etwa 80 Meter in die Tiefe. Die 20 Insassen, darunter acht Deutsche, sterben bei dem Unglück. Das Kampfflugzeug wird zwar beschädigt, kann aber mit vier Menschen an Bord sicher zum Luftwaffenstützpunkt zurückkehren.

25.Juli 2000

Beim Absturz einer Concorde der Air France kamen bei Paris (Frankreich) alle 109 Insassen sowie 4 Menschen am Boden ums Leben. (Air-France-Flug 4590)

11.September 2001

Terroranschläge am 11. September 2001 in den USA mit 3018 Toten. Selbstmordattentäter entführen den American-Airlines-Flug 11 sowie den United-Airlines-Flug 175 und lenken die zwei Maschinen vom Typ Boeing 767-200 in die Türme des World Trade Centers. Rund 70 Minuten nach dem ersten Anschlag stürzt eine ebenfalls entführte Boeing 757-200 der American Airlines (American-Airlines-Flug 77) auf das Pentagon. Eine weitere Boeing 757 (United-Airlines-Flug 93) schlägt nahe Pittsburgh in ein Feld. Bei den Anschlägen sterben alle 265 Insassen der vier Maschinen sowie vermutlich 2753 Personen am Boden.

8.Oktober 2001

Eine McDonnell Douglas MD-87, auf dem Weg nach Kopenhagen, Dänemark, kollidierte während des Starts in Mailand (Italien) mit einer deutschen Cessna 525A Citation, welche irrtümlich im starken Nebel die falsche Start- und Landebahn benutzte. Die Maschinen gerieten sofort im Flammen. Alle 118 Personen an Bord starben, ebenso vier Mitarbeiter des Bodenpersonals.

12.November 2001

Ein Airbus A300 der American Airlines, auf dem planmäßigen Flug nach Santo Domingo, Dominikanische Republik, stürzte weniger als drei Minuten nach dem Start vom John F. Kennedy International Airport (New York, USA) in bewohntes Gebiet. Alle 260 Personen an Bord sowie sechs Anwohner starben. Das Seitenruder der Maschine war während des Steigflugs abgerissen. Die langwierigen Untersuchungen dieses Unfalls ergaben Mängel in der Pilotenausbildung bei American Airlines und Lücken in den Handbüchern des A300. Der Pilot hatte auf die Wirbelschleppen einer voraus fliegenden Boeing 747 falsch reagiert, indem er wie im Simulator das Seitenruder aggressiv betätigte – nicht wissend, dass das Seitenruder im Flug wesentlich sensibler reagiert als am Boden. Die Belastungen auf das Ruder waren schließlich so groß, dass die Befestigungen nachgaben und abrissen.

1.Juli 2002

Ein russisches Passagierflugzeug vom Typ Tupolew Tu-154 und eine Frachtmaschine der DHL vom Typ Boeing 757 stießen in 11.000 Meter Höhe über dem Bodensee bei Owingen in der Nähe von Überlingen zusammen und stürzten ab. Es gab 71 Tote. Es war das schwerste Flugzeugunglück über Deutschland in neuerer Zeit. (Flugzeugkollision von Überlingen)

25.Mai 2002

Eine Boeing 747 der China Airlines auf dem Weg von Taoyuan (Taiwan) nach Hongkong bricht kurz nach dem Start wegen Materialermüdung auseinander. Alle 225 Menschen an Bord finden den Tod.

8.Januar 2003

In Charlotte (Nort Carolina, USA) verliert ein Pilot die Kontrolle über seine Beech 1900 und kam erst etwa 700 Meter von der Start- und Landebahn entfernt zum Stehen. Die Maschine fing Feuer, alle 21 Menschen an Bord starben. Die amerikanische Flugaufsichtsbehörde FAA geht davon aus, dass Übergewicht der Fluggäste den Unfall verursachte und erhöhte im Dezember 2003 die Gewichtsformel für Fluggäste um zehn Pfund pro Person.

19.Februar 2003

Eine iranische IL-76MD mit 257 Soldaten der iranischen Revolutionsgarde und 18 Besatzungsmitgliedern an Bord prallte gegen einen Berg und alle 275 Personen kamen dabei ums Leben. Die Maschine war auf dem Flug von Zahedan nach Kerman.

6.März 2003

Eine Boeing 737 der Air Algerie stürzte nach einem Triebwerksausfall kurz nach dem Start in Tamanrasset (Algerien) ab. Von 103 Insassen überlebte nur einer.

8.Juli 2003

Absturz einer Boeing 737 der Sudan Airways kurz nach dem Start in Port Sudan (Sudan), etwa fünf Kilometer nach der Start- und Landebahn. 116 Personen starben, ein zweijähriges Kind überlebte das Unglück.

3.Januar 2004

Eine ägyptische Passagiermaschine der Fluggesellschaft Flash Airlines vom Typ Boeing 737 stürzte mit 148 Menschen an Bord in das Rote Meer. Absturzursache ist wahrscheinlich ein Problem während der Startphase. Fast alle Opfer waren französische Urlauber auf dem Weg von Sharm el Sheikh nach Paris in Frankreich.

29.November 2004

Die Boeing 737-406 PH-BTC, C/N 25424, der KLM kam bei böigem Wetter bei der Landung in Barcelona, Spanien, von der Landebahn ab und geriet auf weichen Grund. Aufgrund der hohen Geschwindigkeit wurde das gesamte Fahrwerk abgerissen und beide Triebwerke bekamen Bodenberührung. Das rechte Triebwerk wurde außerdem aus seiner Verankerung gerissen. Von den 146 sich an Bord befindlichen Passagieren wurden vier leicht verletzt. Todesopfer gab es bei diesem Unglück keine. Aufgrund der strukturellen Beschädigungen musste die Boeing 737 als Totalverlust abgeschrieben werden.

28.September 2005

Ein Rettungshubschrauber vom Typ BK 117 der Deutschen Rettungsflugwacht stürzte am späten Vormittag in unwegsamen Gelände bei Weilheim ab. Alle vier Insassen: Pilot, Arzt, Rettungsassistent und die zu transportierende Patientin kamen ums Leben. Der Hubschrauber mit dem Rufzeichen Christoph 51 befand sich auf einem Verlegungsflug von Gerlingen nach München.

16.August 2005

Eine McDonnell Douglas MD-82 der kolumbianischen Fluggesellschaft West Caribbean Airways ist mit 152 Passagieren und 8 Besatzungsmitgliedern an Bord in den Bergen der Sierra de Perija am Maracaibo-See, Venezuela, abgestürzt. Das Flugzeug war in Panama-Stadt gestartet und auf dem Weg nach Martinique. Der Pilot meldete dem Tower von Caracas den Ausfall eines Triebwerks und wollte in Caracas notlanden. Nach Problemen mit dem zweiten Triebwerk stürzte die Maschine ab.

16.August 2005

Beim Absturz eines Militärhubschraubers der ISAF-Schutztruppe in Afghanistan sterben 17 spanische Soldaten. Der Hubschrauber zerschellt am Morgen in der Nähe von Herat während einer Übung. Ein weiterer Hubschrauber muss in der Nähe notlanden, es gibt fünf Verletzte.

14.August 2005

Eine Boeing 737 der zyprischen Fluggesellschaft Helios Airways (Flug HCY 522) zerschellt an einem Berg bei der Stadt Grammatikos nahe Athen. Sie war in Larnaka auf Zypern mit Ziel Prag und einer Zwischenlandung in Athen gestartet. Alle 115 Passagiere sowie 6 Besatzungsmitglieder kommen ums Leben.

2.August 2005

Beim Landeanflug auf Toronto (Kanada) kommt bei schlechtem Wetter und starkem Regen ein Airbus A340 der Air France von der Landebahn ab. Alle 309 Insassen (297 Passagiere, 12 Besatzungsmitglieder) können das Flugzeug rechtzeitig verlassen, bevor es in Flammen aufgeht und ausbrennt. Das Unglück wurde in den Medien auch als Wunder von Toronto bezeichnet.

3.Februar 2005

Eine aus Herat (Afghanistan) kommende Boeing 737 der Kam Air konnte wegen eines Schneesturmes nicht wie geplant in Kabul landen. Sie stürzte rund 30 km östlich in den Bergen ab und wurde erst zwei Tage später gefunden. Alle 104 Insassen kamen ums Leben.

9.Juli 2006

Ein Airbus A310 der russischen Fluggesellschaft S7 Airlines schoss von Moskau kommend bei der Landung in Irkutsk über die Landebahn hinaus und kollidierte ungebremst mit einer Barriere aus Beton. Im Flugzeug befanden sich 195 Passagiere und acht Besatzungsmitglieder, 131 Menschen kamen ums Leben, 55 wurden schwer verletzt.

17.Juli 2007

Bei der Bruchlandung von TAM-Linhas-Aéreas-Flug 3054 auf dem Flughafen São Paulo-Congonhas in Brasilien wurden alle 181 Passagiere, sechs Besatzungsmitglieder und 12 Personen am Boden getötet, als der Airbus A320 auf regennasser Piste nicht zum Stehen kam. Das Flugzeug kollidierte mit 175 Stundenkilometern mit einer Tankstelle und einem Gebäude außerhalb des Flughafengeländes.

30.November 2007

Unmittelbar vor dem Landeanflug auf die im Südwesten der Türkei gelegene Stadt Isparta stürzte eine Passagiermaschine der Fluggesellschaft Atlasjet in einem unwegsamen Berggebiet ab. Keine der 57 an Bord von Atlasjet-Flug 4203 befindlichen Personen (50 Passagiere, 7 Crewmitglieder) überlebte das Unglück. Der Funkkontakt zu der von der Gesellschaft World Focus Airlines geleasten MD 83, unterwegs von Istanbul nach Isparta, war kurz vor der geplanten Landung abgebrochen.

5.Mai 2007

Ein kenianisches Flugzeug vom Typ Boeing 737-800 mit 114 Passagieren stürzte nach dem Start in Douala, Kamerun in der Nähe von Kribi ab. Der Flug KQ 507 war von Abidjan nach Nairobi mit einer Zwischenlandung in Douala geplant. Keiner der Insassen überlebte den Absturz.

20.August 2008

Eine MD-82 (McDonnell Douglas) der spanischen Fluggesellschaft Spanair zerschellt kurz nach dem Start vom Madrider Großflughafen Barajas. Das Flugzeug zerbrach und brannte vollständig aus. 154 der 172 Insassen sterben, nur 18 Menschen können teils schwer verletzt geborgen werden. Der Flieger mit der Flugnummer JK 5022 bzw. LH 2554 war auf dem Weg nach Las Palmas (Gran Canaria) gewesen. An Bord waren viele Einwohner von Gran Canaria und 14 Personen aus neun anderen Nationen, darunter auch fünf Personen aus Deutschland. Es war der erste große Flugzeugunfall in Spanien seit dem Absturz von Iberia Flug 610 in Bilbao am 19. Februar 1985.

27.November 2008

Vor der südfranzösischen Küste bei Perpignan stürzt ein Aribus A320 bei einem Testflug ins Meer. Alle sieben Personen an Bord kommen ums Leben.

14.September 2008

In Perm (Russland) stürzt eine Boeing 737 der russischen Fluggesellschaft Aeroflot-Nord ab. 88 Passagiere, darunter auch ein Deutscher, sterben.

12.Februar 2009

Bei einem Flugzeugabsturz in Clarence Center nordöstlich von Buffalo (USA) kommen 49 Personen an Bord der Bombardier Dash 8Q-400 sowie eine Person am Boden ums Leben. Bei schlechtem Wetter mit heftigem Schneeregen war das Flugzeug in ein Wohnhaus gestürzt.

1.April 2009

Ein Hubschrauber vom Typ AS 332 Super Puma stürzt auf dem Flug von der BP-Bohrinsel Miller nach Schottland etwa 60 Kilometer nordöstlich der Stadt Aberdeen in die Nordsee. Alle 16 Menschen an Bord (14 Passagiere und zwei Besatzungsmitglieder) kommen ums Leben.

20.Mai 2009

Eine Militärmaschine vom Typ Hercules stürzte in ein Wohngebiet im Osten der Insel Java (Indonesien). An Bord waren 14 Besatzungsmitglieder und 98 Passagiere. Von diesen gab es 15 Überlebende, aber auch Personen des Wohngebietes kamen ums Leben.

1.Juni 2009

Flug 447 der Air France mit 228 Personen (216 Passagiere und 16 Besatzungsmitgliedern, darunter 28 Deutsche) startet in Rio de Janeiro mit Ziel Paris. Über dem Atlantik kommt es zum Flugzeugunglück, keine Überlebenden. Bei der Maschine handelte es sich um einen Airbus A330-200.
Flugzeugabsturz Air-France-Flug 447

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