Katastrophen

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Katastrophen in der bemannten Raumfahrt

Eine chronologische Auflistung von Katastrophen in der bemannten Raumfahrt, und Katastrophen, die im direkten Zusammenhang zu ihr stehen. Aufgeführt sind vor allem Katastrophen, bei welchen Menschen verletzt oder getötet worden sind. Eine Ausnahme ist der Zwischenfall während der Mission Apollo 13 am 14. April 1970. Und ein Vorfall im sowjetischen Raumfahrtprogramm vom 26. September 1983.

Die Liste beginnt im Jahr 1961.

Katastrophen in der bemannten Raumfahrt

22.März 1961

Der Kosmonaut Walentin Bondarenko unternimmt einen mehrtägigen Trainingsaufenthalt in einer mit reinem Sauerstoff gefüllten Isolationszelle. Der Aufenthalt in der Druckkabine im Moskauer Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin sollte zehn Tage dauern. Bei dem Versuch, einige Sensoren von seinem Körper mit einem in Alkohol getränkten Wattebausch zu entfernen, wirft er diesen unachtsam beiseite. Dies wird Walentin Bondarenko zum Verhängnis. Der Wattebausch fällt auf eine glühende Heizspirale und fängt sofort Feuer. In der Isolationszelle breitet sich das Feuer rasend schnell aus. Es gelingt zwar Walentin Bondarenko aus der Zelle lebend zu retten, am nächsten Tag stirbt er aber an seinen schweren Verbrennungen in Moskau.
Walentin Bondarenko war ein sowjetisch-ukrainischer Kampfpilot und gehörte der Kosmonautengruppe Nr. 1 an.

14.Dezember 1966

Das zweite angefertigte Exemplar des neuen sowjetischen Sojus-Raumschiffs soll zu einem unbemannten Testflug gestartet werden. Die Zündung einiger Triebwerke versagt jedoch, so dass der Start abgebrochen werden muss. Das Sojus-Raumschiff soll enttankt werden, dabei zündet der Rettungsturm. Die Rakete gerät in Brand und es ereignet sich eine Explosion. Dabei kommt mindestens ein Mensch ums Leben.

24.April 1967

Die erste bemannte Mission mit dem sowjetischen Raumschiff Sojus 1 endet mit dem Tod von Kommandant Fliegerkosmonaut Wladimir Komarow. Im Orbit traten bei der Sojus 1 Stabilisationsprobleme auf. Bei der Landung verblieb dann der Hauptschirm im Behälter, der Reserveschirm verfängt sich mit dem nicht abwerfbaren Hilfsschirm, die Landekapsel stürzt ab. Beim Aufprall auf die Erde stirbt der Kosmonat Wladimir Komarow. Komarow ist der erste Mensch, der bei einer Weltraummission stirbt.
Vorgesehen war neben der Sojus 1 noch die Sojus 2 ins Weltall zu schicken. Eigentlich war eine Kopplung und der Umstieg von zwei Kosmonauten vorgesehen.

15.November 1967

Ein amerikanisches Raketenflugzeug vom Typ X-15A gerät in 80 km Höhe außer Kontrolle und zerbricht beim Wiedereintritt in die Atmosphäre. Der Pilot Michael Adams wird getötet. Es war bereits seit siebter Testflug mit der X-15. Da Michael Adams bei diesem Flug eine Höhe von 50 Meilen (etwa 80 Kilometer) erreicht hatte, gilt er nach US-Definition als Astronaut. So wurden ihm posthum auch die Astronautenschwingen verliehen.

14.April 1970

Bei der amerikanischen Mission Apollo 13 explodiert 55 Stunden nach dem Start ein Sauerstofftank im Servicemodul der Odyssey. Die geplante Mondlandung muss abgesagt werden, alle drei Mannschaftsmitglieder werden gerettet. Dieser Apolloflug war der einzige, der vorzeitig abgebrochen werden musste. 1995 wurde das Drama verfilmt, Titel Apollo 13.

29.Juni 1971

Bei der Landung der Rückkehrkapsel des Raumschiffs Sojus 11 ersticken die Kosmonauten Georgi Dobrowolski, Wiktor Pazajew und Wladislaw Wolkow. Eine technische Fehlfunktion während der Landephase war die Ursache. Ein Frischluftventil hatte sich beim Absprengen des Service-Moduls nach erfolgtem Bremsmanöver noch im All zu früh geöffnet, so dass die Atemluft aus der Rückkehrkapsel entwich. Druckanzüge wurden in der Kapsel nicht getragen. Es gab auch keine Sauerstoffmasken an Bord.
Die bemannte sowjetische Raumfahrt kam nach diesem Unglück zu einem kompletten Stillstand. Eine zweijährige Zwangspause bis zum September 1973 als die Sojus 12 startete war die Folge.

26.Juni 1973

Bei der Explosion einer startklaren Kosmos-3M-Rakete auf der Startrampe kommen in Plessezk (Raketenstartplatz südlich von Archangelsk) neun Personen ums Leben.

18.März 1980

Während des Auftankens explodiert in der sowjetischen Raumfahrtbasis Plessezk direkt auf der Startrampe eine Wostok-2M-Rakete. 48 Menschen werden getötet.

26.September 1983

Während des Starts gerät die Trägerrakete von Sojus T-10-1 auf dem Starttisch in Brand und explodiert. Das Raumschiff mit den beiden Kosmonauten Leonid Denissowitsch Kisim und Wladimir Alexejewitsch Solowjow, wird durch das automatisierte Rettungssystem von der Rakete gezogen, die Besatzung bleibt unverletzt. Die fehlgeschlagene Mission wäre der 70. Flug im sowjetischen Sojusprogramm gewesen.

28.Januar 1986

Die Raumfähre Challenger bricht 73 Sekunden nach dem Start in 15 Kilometer Höhe auseinander. Sieben Astronauten (Dick Scobee, Michael Smith, Ronald McNair, Ellison Onizuka, Judith Resnik, Gregory Jarvis und Christa McAuliffe) sterben. Es war der bis dahin schwerste Unfall in der Raumfahrtgeschichte der USA. Es wäre die 26. Space-Shuttle-Mission und der zehnte Flug der Raumfähre Challenger geworden. Ursache der Katastrophe war der Ausfall eines oder mehrerer Dichtungsringe in den Feststoffraketen (Booster).

25.Januar 1995

Eine chinesische Trägerrakete vom Typ CZ-2E stürzt nach dem Start ab. Trümmer töten 20 Bewohner eines Dorfes.

15.Februar 1996

Wenige Sekunden nach dem Start vom Raumfahrtzentrum Xichang weicht eine chinesische Rakete vom Typ CZ-3B mit einem kommerziellen Intelsat-Kommunikationssatelliten vom Kurs ab und schlägt in einem nur wenige Kilometer entfernten Dorf auf, wo die noch nahezu voll betankte Rakete explodiert. Medien und westliche Experten werden nicht an den Unfallort gelassen. Offiziell werden von der chinesischen Führung sechs Tote und 57 Verletzte bestätigt, inoffizielle Stellen sprechen sogar von bis zu 500 Toten.

12.Oktober 2002

Nur Sekunden nach dem Start in Plessezk stürzt eine Sojus-U-Rakete zurück auf die Startplattform und explodiert. Durch die Explosionswelle wird ein Soldat in einem benachbarten Gebäude getötet.

1.Februar 2003

Die US-amerikanische Space Shuttle Mission STS-107 scheitert. Nach zwei Wochen Aufenthalt im All wird die Raumfähre Columbia bei der Rückkehr zur Erde aufgrund einer beim Start erfolgten Beschädigung des Hitzeschildes zerstört. Sechs amerikanische und ein israelischer Astronaut sterben (Rick Husband, William C. McCool, Michael P. Anderson, David M. Brown, Kalpana Chawla, Laurel Clark und Ilan Ramon). Es war die 113. Space-Shuttle-Mission gewesen und der 28. und letzte Flug der Raumfähre Columbia.

22.August 2003

Eine brasilianische Trägerrakete vom Typ VLS-1 explodiert bei Startvorbereitungen und tötet 21 Techniker. Das Unglück ereignete sich auf der Luftwaffenbasis Alcantara im Norden Brasiliens. Es war der dritte Versuch der Brasilianer, eine Rakete eigener Bauart in den Orbit zu starten.

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