Katastrophen

Überschwemmungen, Flutwellen, Schiffsunglücke, Katastrophen aus Menschen Hand, Naturkatastrophen ...

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Katastrophen: Sturmfluten

Von einer Sturmflut wird gesprochen, wenn der Tidenhöchststand das mittlere Tidenhochwasser um 1,5 Metern übersteigt. Sturm mit auflandigen Winden erhöhen den Tidenstrom. Ab 2,50 Metern wird von einer schweren Sturmflut und ab 3,50 Meter von einer sehr schweren Sturmflut gesprochen.
Eine der schwersten Sturmfluten in Norddeutschland war die Sturmflut in Hamburg von 1962. Sturmfluten treten an der Nordseeküste vor allem im Frühling und Herbst auf.
Während Berichte von Erdbeben bis in die Antike zurückreichen, sind Sturmfluten und ihre Wirkung ab dem Jahr 1000 überliefert. Ausnahme bildet die Sturmflut aus dem 9. Jahrhundert.

Liste von Sturmfluten

373 v. Chr.

Ein Erdbeben vor Helike und Bura löst einen Tsunami aus, der beide Städte auslöscht.

26.Dezember 838

Erste dokumentierte Sturmflut an der Nordsee überhaupt. Sie trifft die niederländische Küste. Etwa 2500 Menschen sterben.

28.September 1014

Eine Sturmflut trifft die belgische und niederländische Küste.

28.September 1066

Eine Sturmflut am heutigen Jadebusen sorgt für den Untergang der Burg Mellum. Genaues Datum unbekannt.

21.Dezember 1163

Thomasflut, niederländische Küste.

17.Februar 1164

Bei einer schweren Sturmflut, der Ersten Julianenflut, an der deutschen Nordseeküste beginnt der Jadebusen zu entstehen, Berichte aus der Zeit zu Folge gibt es 20.000 Tote. Der Jadebusen ist eine Nordseebucht zwischen der Wesermündung und der Emsmündung. Heute ist er etwa 190 Quadratkilometer groß.

1.November 1170

Allerheiligenflut trieft die niederländische Küste. Schwere Verwüstungen sind die Folge. Die Sturmflut sorgt für den Untergang der Insel Bant, dafür entstehen die Inseln Texel und Wieringen. Der Zuiderzee wird erweitert.

6.Dezember 1196

Nikolausflut trifft die niederländische Küste.

16.Januar 1219

Schwere Sturmflut an der Nordseeküste (Erste Marcellusflut); nach Schätzungen kommen ca. 36.000 Menschen um, Westfriesland ist am schwersten betroffen. Von dieser Sturmflut gibt es überlieferte Augenzeugenberichte.

20.November 1248

Winter 1248/1249 ist an der niederländischen Küste besonders hart. Innerhalb von vier Monaten werden drei Sturmfluten verzeichnet.

28.Dezember 1248

Allerkindleinsflut an der niederländischen Küste und im Elbegebiet. Hohe Verluste an Menschenleben. Zertrennung der historischen Elbinsel Gorieswerder (Hamburg) in mehrere Teile.

4.Februar 1249

Die letzte der drei Sturmfluten des Winters 1248/1249 trifft die niederländische Küste.

25.Dezember 1277

Weihnachtsflut trifft Friesland.

14.Dezember 1287

Die Luciaflut bricht über East Anglia (England), in der Zuidersee (Niederlande) und an der deutschen Nordseeküste herein, in Berichten ist von über 50.000 Toten die Rede. 50 Dörfer werden zerstört.

5.Februar 1288

Agathenflut an der niederländischen Küste.

1.November 1304

Allerheiligenflut an der südwestlichen Ostseeküste. Die Allerheiligenflut zog insbesondere den vorpommerschen Raum in Mitleidenschaft.

19.November 1304

Erste Elisabethenflut trifft Belgien und die Niederlande. IJzendijke und Hugevliet versinken.

23.November 1334

Clemensflut an der belgischen, niederländischen und deutschen Küste. Die Dörfer Arngast und Jadelee versinken in ihr. Der Jadebusen wird erweitert.

16.Januar 1362

Während der zweiten Marcellusflut (auch Grote Mandränke) geht die friesische Ortschaft Rungholt unter, was mehr als 500 Jahre später Detlev von Liliencron zu seinem Gedicht Trutz, blanke Hans inspiriert. Der Jadebusen erweitert sich, es kommt zu Meereseinbrüchen am Dollart, an der Leybucht, an der Harlebucht. Die Chroniken sprechen von insgesamt 100.000 Toten. Das gesamte Nordseegebiet ist von der zweiten Marcellusflut betroffen.

8.Oktober 1374

Erste Dionysiusflut trifft die niederländische und deutsche Küste. Die Leybucht wird bis zur Stadt Norden erweitert. Das Dorf Westeel bei Norden geht in der Sturmflut unter.

9.Oktober 1377

Zweite Dionysiusflut. Deutsche Küste.

21.November 1412

Die Cäcilienflut trifft die deutsche Bucht. Die Flut führt zur Abtrennung der Elbinsel Hahnöfersand vom Festland. An der Estemündung wird ein ganzes Dorf vernichtet.

18.November 1421

Die zweite St.-Elisabeth-Flut (Elisabethenflut) richtet große Schäden in der Gegend um Dordrecht und Rotterdam (Niederlande) an. Sehr viele Menschen ertrinken, von 100.000 Toten wird berichtet. Das Naturgebiet Biesbosch entsteht.

19.November 1424

Dritte Elisabethenflut trifft niederländische Küste.

1.November 1436

Allerheiligenflut trifft die Deutsche Bucht. Die gesamte Nordseeküste wird überflutet. 500 Todesopfer. Das Dorf Eidum (auch Eydum) auf Sylt wird so stark getroffen, dass die überlebenden Einwohner den Ort verlassen und eine neue Siedlung gründen.

21.Oktober 1468

Ursulaflut trifft die niederländische Küste.

6.Januar 1470

Dreikönigsflut trifft die Elbmarschen. Die Halbinsel Eiderstedt wird überflutet.

27.September 1477

Erste Cosmas- und Damianflut trifft die Küste von Belgien, Niederlande und Deutschland.

25.September 1509

Zweite Cosmas- und Damianflut. Betroffen sind die Küste der Niederlande und Deutschland. Die Flut führt zur letzten Erweiterung des Jadebusens nach Nordwesten und zum Durchbruch der Ems bei Emden.

16.November 1511

Antoniflut, auch Eisflut trifft Blutjadingen an der deutschen Nordseeküste. Die Antoniflut führt zum Durchbruch zwischen Jade und Weser.

30.September 1514

Hieronymusflut trifft niederländische Küste.

5.November 1530

Allerheiligenflut, auch Felixflut, trifft die niederländische Küste. Mehr als 100.000 Tote.

31.Oktober 1532

Allerheiligenflut trifft Belgien, Niederlande und Deutschland. Aus Nordfriesland werden mehrere tausend Tote berichtet. In der Kirche von Klixbüll (Nordfriesland) ist die erste Höhenmarke des Scheitelwertes überliefert. Durch die Allerheiligenflut gehen Osterbur und Ostbense in Ostfriesland unter.

13.Januar 1552

Pontiansflut trifft die Niederlande.

2.November 1570

Allerheiligenflut. Bei einem Orkan an der Nordseeküste brechen die Deiche von Holland bis Jütland. In den Wassermassen kommen 100.000 Küstenbewohner ums Leben. In anderen Quellen ist von 20.000 Todesopfern die Rede. Die Marschen von Flandern bis Eiderstedt werden überflutet. Große Deichbrüche im Alten Land sowie in den Vier- und Marschlanden. Die Dörfer Oldendorf und Westbense bei Esens gehen unter. In der Kirche Suurhusen wird die Flutmarke bei NN + 4,40 Metern gesetzt.

20.Januar 1607

Eine Flutkatastrophe (Sturmflut oder Tsunami) fordert beiderseits des Bristolkanals in Westengland und Südwales über 2.000 Tote und tausende Obdachlose.

1.Dezember 1615

Große Schadensflut. Auf der Insel Strand (Nordfriesland) sterben 300 Menschen.

25.Februar 1625

Fastnachtsflut (Fastelabendflut, Hohe Eisflut) trifft das Elbegebiet. Schäden und Deichbrüche in Ostfriesland und Oldenburg. Betroffen sind auch Hamburg und das Alte Land.

25.Januar 1634

Die St.-Pauli-Flut sorgt für die Zerstörung des Estedeiches in Hove auf 900 Meter Länge.

11.Oktober 1634

Die nordfriesische Marschinsel Alt-Nordstrand geht in der Nacht zum 12. Oktober in einem Orkan bzw. der diesem folgenden Burchardiflut unter, wobei von den 8.600 Bewohnern ungefähr 6.400 ums Leben kommen. Das Ereignis ist auch als Zweite Grote Mandränke bekannt. Insgesamt sterben bei dieser Sturmflut in der Deutschen Bucht 15.000 Menschen.

11.Oktober 1642

Überschwemmungen in China mit etwa 300.000 Todesopfern.

22.Februar 1651

Petriflut. Mit 15.000 Todesopfern in der Deutschen Bucht. Die Inseln Juist und Langeoog werden in zwei Teile zertrennt. Dornumersiel zerstört. Am Festland werden zahlreiche Deichbrüche gemeldet.

24.Dezember 1717

Die Weihnachtsflut an der Nordsee fordert rund 11.500 Menschenleben von den Niederlanden bis nach Dänemark. Schwere Deichschäden, Verwüstungen und Überschwemmungen sind die Folgen. Betroffen sind vor allem die friesischen Inseln. Es kommt zu Durchbrüchen auf Juist, Baltrum, Langeoog und Spiekeroog. Die Weihnachtsflut von 1717 gilt als bis dahin größte bekannte Sturmflut.

31.Dezember 1720

Die Neujahrsflut (31. Dezember 1720 bis 1. Januar 1721) richtet an der Nordsee verheerende Schäden an. Sie ist höher als die Weihnachtsflut drei Jahre zuvor und zerstört einige der vorher notdürftig reparierten Deiche. Die Dörfer Itzendorf und Bettewehr II gehen unter.

31.Dezember 1824

Sturmhochwasser in Sankt Petersburg mit 10.000 Toten.

3.Februar 1825

Halligflut bzw. Februarflut. Es wird der höchste bis dahin bekannte Wasserstand erreicht. Auf den Inseln Nordstrand, Pellworm, Föhr und den Halligen kommt es zu schweren Schäden. Auf Sylt werden vom Roten Kliff 20 Meter, an den Dünen etwa 40 Meter fort gerissen. In Dänemark bricht die Flut bis zum Limfjord durch. Der nördliche Teil Jütlands wird zur Insel. Insgesamt sterben 800 Menschen. Es ist die höchste Sturmflut an der Elbe bis 1862.

1.Januar 1855

Neujahrsflut bzw. Januarsturmflut sorgt für schwere Verwüstungen in der deutschen bucht. Auf den Ostfriesischen Inseln richtet die Flut schwere Zerstörungen an. Deichbrüche und Überschwemmungen im Alten Land, Wilhelmsburg, den Vier- und Marschlanden.

11.März 1864

Eine Flutwelle beim Bruch des Dale-Dyke-Staudamms bei Sheffield in England fordert etwa 270 Todesopfer.

12.November 1872

Ostseesturmhochwasser mit 271 Toten. Das Ostseesturmhochwasser von 1872, das in der Nacht vom 12. auf dem 13. November 1872 die Ostseeküste von Dänemark bis Pommern heimsuchte, gilt als bisher schwerstes Sturmhochwasser der Ostsee.

15.Januar 1905

Bei einer durch einen Felsabsturz des Ramnefjell in den Lovatn-See verursachten 40 Meter hohen Flutwelle sterben 63 Einwohner der Dörfer Bodal und Nesdal in Norwegen, zwei Dörfer am 10 Kilometer entfernt gegenüberliegenden Ufer.

12.März 1906

Märzflut mit Wasserständen von 5,35 Metern in Dangast. Es ist die höchste bis dahin festgestellte Sturmflut an der ostfriesischen Küste. Deichbrüche werden nicht gemeldet.

23.Januar 1921

Auf der Insel Sylt richtet eine Sturmflut Millionenschäden an.

6.Januar 1928

London, England. Die Themse tritt durch eine Sturmflut über die Ufer, 14 Menschen sterben.

25.Juli 1935

Bei einer Flutkatastrophe des Jangtsekiang in der Republik China starben 200.000 Menschen.

10.Februar 1949

Ebbflut. Da die Flut mit dem höchsten je gemessenen Windstau von 5,70 Metern in die Zeit der Ebbe fiel kam es zu keiner Katastrophe.

31.Januar 1953

Hollandsturmflut. Eine schwere Sturmflut überschwemmt weite Teile der Niederlande. 135.000 Hektar Land werden überflutet, 2160 Menschen sterben, über 70.000 Menschen werden obdachlos. Viele Deiche brechen in Zeeland, Braband, Zuidholland. In England ertrinken 300 Menschen in der Themse. Der Gesamtschaden wird mit 500 Millionen Euro angegeben.

16.Februar 1962

In der Nacht vom 16. zum 17. Februar trifft eine schwere Sturmflut auf Norddeutschland und Hamburg. Das Ereignis ist auch als Februarsturmflut bzw. Zweite Julianenflut bekannt. Die bisher höchste Sturmflut östlich der Jade sorgt für 61 Deichbrüche in Niedersachsen. 340 Menschen sterben, 28.000 Wohnungen bzw. Häuser werden beschädigt. In St. Pauli wird ein Scheitelwasserstand von 5,70 Metern gemessen.

12.November 1970

Ein Zyklon mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 230 Stundenkilometern und meterhohen Flutwellen trifft Bangladesch (damals Ostpakistan). 300.000 Todesopfer.

18.März 1971

Bei einem Bergrutsch stürzen große Gesteinsmassen in den See Yanahuani (Lago Yanahuin, auch Yanahuni oder Yanahuani) in Peru, die ausgelöste Flutwelle von 30 Meter Höhe zerstört die Minensiedlung Chungar und tötet mehrere hundert Menschen. Die Schätzungen reichen von 400 bis 600 Todesopfern. Der Felssturz hatte sich 400 Meter über dem Seespiegel aus anstehendem Kalkstein gelöst und umfasste schätzungsweise 100.000 Kubikmeter Gestein. Der Felssturz löste dann die bis zu 30 Meter hohe Flutwelle aus, die das gegenüberliegende Ufer unter sich begrub. Die Flutwelle zerstörte nahezu die gesamte Minensiedlung Chungar. Ein Teil des Wassers ergoss sich in einen der Bergbauschächte, wo einige der Minenarbeiter den Tod durch Ertrinken fanden.

16.November 1973

Die erste von fünf Sturmfluten innerhalb von nur vier Wochen richtet Verwüstungen an. Die weiteren Daten waren 16. November, 19. November, 20. November und 14. Dezember 1973. Die längste Sturmflut-Kette seit Menschengedenken.

3.April 1976

Erste Januarflut trifft die Deutsche Bucht und das Elbegebiet. Die bis heute höchste Sturmflut. In St. Pauli wird ein Scheitelwasserstand von 6,45 Meter gemessen. Zahlreiche Deichbrüche.

29.April 1991

Der Wirbelsturm Gorky mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Stundenkilometern erzeugt eine sechs Meter hohe Flutwelle. Diese richtet in Bangladesch verheerende Schäden an. Nach offiziellen Angaben starben dabei 138.000 Menschen.

3.Dezember 1999

Der Orkan Anatol trifft das gesamte Nordseegebiet. In Hamburg wird mit 5,86 Metern über NN der vierthöchste Pegelstand seit der Aufzeichnung registriert. Die dänische Insel Röm wird überflutet.

1.November 2006

Allerheiligenflut trifft das gesamte Nordseegebiet.

9.November 2007

Sturmtief Tilo führt zu Überschwemmungen am Fischmarkt und in der HafenCity von Hamburg. Am Pegel St. Pauli wird ein Pegelstand von 5,42 Metern registriert. Schwerste Sturmflut in Hamburg seit 1990. Riesige Dünenabbrüche auf Helgoland, in Rotterdam wurde erstmals nach der Fertigstellung das Maeslant-Sturmflutwehr geschlossen.

11.März 2011

In Japan ereignet sich ein schweres Erdbeben. Gemesen wird eine Stärke von 8,9 auf der Richterskala. Durch das Erdbeben wird eine Tsunami ausgelöst, der entlang der gesamten Pazifikküste Auswirkungen hat. Betroffen von der Erdbebenkatastrophe sind auch die japanischen Atomkraftwerke. Ein Gau wird befürchtet.

Insel Rungholt, untergegangen bei der Sturmflut von 1362, der Zweiten Marcellusflut.

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